Grundgedanken

Irgendwann hat fast jeder, der sich mit Bonsaikultur beschäftigt, den Punkt erreicht, an dem er seinen Baum in einer handgearbeiteten Schale sehen will. Wobei es eine Menge Überwindung kostet, eben dies nicht zu tun, solange der Baum dafür nicht reif ist. Wie so vieles ist auch diese Entscheidung eine Frage des Gefallens, die jeder für sich selbst entscheiden muss. Soll ein Baum auf eine Ausstellung, macht es Sinn, ihn in eine schöne Schale zu setzen. Ist der Baum noch im Aufbau, tut es auch eine einfache Standardschale für kleines Geld.

Der Reiz einer handgetöpferten Bonsaischale liegt nicht zuletzt in der Einzigartigkeit. Es ist einfach nicht möglich, zweimal genau die gleiche Schale zu machen. Bei unglasierten Schalen ist der Unterschied weniger auffällig, aber dennoch zu erkennen. Bei roten Schalen z. B. verändert sich die Farbe, je nachdem, ob sie oben oder unten im Ofen stand. Die obere ist deutlich dunkler. Bei glasierten Schalen ist der Unterschied noch deutlicher. Die Glasur verändert ihren Verlauf und der Pinselauftrag ist immer anders. Auch zeigt eine Glasur in jedem Ofen eine andere Farbgebung.

Daraus ergibt sich, dass man im Falle einer Bestellung eine Schale erhält, die mit dem Foto aus dem Album nicht absolut identisch ist. Die hier gezeigten Schalen sind alle ohne Verwendung von Formen oder Drehscheibe von Hand aufgebaut. Dadurch können leichte Unregelmäßigkeiten in der Form auftreten, die von Kennern jedoch als Zeichen für echte Handarbeit akzeptiert und sogar geschätzt werden.

Die Schalen kann ich mit einer Genauigkeit von plus/minus 1 cm fertigen Bei Shohin-Schalen ist das Toleranzmaß noch kleiner, da hier 1 cm Abweichung schon zuviel ist.

Die maximal mögliche Größe für ovale oder runde Schalen beträgt ca. 58 cm. Für eckige Schalen sind etwa 50 cm die Obergrenze.

Die gezeigten Schalen sind als Beispiele zu verstehen und können im Rahmen der angegebenen Grenzen in beliebiger Größe, auch mit abweichender Höhe, bestellt werden. Ebenso ist es zum Beispiel möglich, eine Schale zu bekommen, die sich aus der Form der Schale X und der Glasur der Schale Y ergibt. Hierzu stehen zwecks besserer Beurteilbarkeit der Form unglasierte Rohlinge zur Verfügung, die weniger von der gewünschten Glasur ablenken. Auch sind sie für die Findung der passenden Form für den jeweiligen Baum nutzbar.

Eine andere Möglichkeit ist, mir ein Bild von einer Schale zu schicken und nachzufragen, ob ich das hinbekomme. Die Form ist in der Regel kein Problem, bei der Glasur ist das schwieriger. In Einzelfällen ist es machbar, aber mit viel Geduld und Aufwand verbunden. Mal ganz abgesehen davon, dass ich lieber eine eigene Glasur verwende, statt zu versuchen, etwas nachzuahmen. Die Kopie ist immer schlechter, als das Original.

Ich freue mich, dass soviel Interesse an meinen Schalen besteht.

Für Anregungen und auch Kritik bin ich jederzeit offen.


Erwin Grzesinski



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